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Exotische Gehölze und Diversität der Ektomykorrhiza-Pilze im urbanen Grünflächenbereich

Exotische Gehölze und Diversität der Ektomykorrhiza-Pilze im urbanen Grünflächenbereich

Volltext

Beschreibung

Im Stadtgebiet von Karlsruhe konnte seit 1903 ein erheblicher Artenrückgang von Ektomykorrhiza- Pilzen konstatiert werden. Es handelt sich dabei um Großpilze, die mit Bäumen eine Symbiose durch Stoffaustausch zum beidseitigen Vorteil eingehen. Zu ihnen gehören viele Speise- (Pfifferling, Steinpilz, Sommertrüffel) und Giftpilze (Grüner Knollenblätterpilz, Orangefuchsiger Schleierling). Die Ursachen für den Rückgang sind vor allem Stickstoffanreicherung, das vorzeitige Fällen der Bäume und, das gilt vor allem für den urbanen Bereich, die Pflanzung exotischer Baumarten, die keine oder nur ausnahmsweise Ektomykorrhiza-Symbiosen mit heimischen Pilzen bilden (z. B. Platane, Robinie, Rosskastanie). Die Klimaverschiebung verbunden mit einem ohnehin wärmeren und trockeneren Stadtklima, erfordert die Pflanzung südlicher exotischer Baumarten mit guter "Klimaprognose". Günstig wären aus Sicht des Artenschutzes, wenn diese auch Ektomykorrhiza-Symbiosen mit heimischen Pilzarten eingehen und damit deren Erhalt sichern könnten.

Metadaten

TitelExotische Gehölze und Diversität der Ektomykorrhiza-Pilze im urbanen Grünflächenbereich 
HerausgeberLandesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg 
Stand 2017 
Seitenzahl45 
ID UmweltbeobachtungU83-W03-N30 

 

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