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Erweiterung, Optimierung und Standardisierung eines neuartigen Kurzzeittests mit Zellkulturen aus Fischen und Mollusken als Routineverfahren zur Abschätzung des Gefährdungspotentials von Umweltschadstoffen im Wasser

Beschreibung

In einem zweijährigen Forschungsvorhaben soll ein Kurzzeit-Biotestverfahren zur Erfassung toxischer Wirkungen von Umweltschadstoffen (Chemikalien, Abwässern, Sickerwässer,. Sedimentextrakten) mit Zellkulturen erweitert, optimiert und standardisiert werden. Das Prinzip dieses Tests wurde mit Unterstützung des MWK und in einer PAÖ-Pilotstudie entwickelt. Am Ende des Forschungsvorhabens soll ein praxisreifes Konzept zur raschen und kostengünstigen routinemäßigen Erfassung der toxischen Wirkung von Umweltschadstoffe im Wasser mit Hilfe alternativer Testsysteme vorgelegt werden. Angestrebt wird ein dreistufiges Screeningprogramm zur raschen Abschätzung des Gefahrenpotentials unterschiedlichster Substanzen und Stoffgemische. Mit dem Ziel, eine möglichst empfindliche Zellinie für den Test vorschlagen zu können, werden neben Primärzellkulturen aus der Leber der Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) und der Dauerzellinie R1 (s. Pilotprojekt) die etablierten amerikanischen Fischzellinie RTG-2, BF-2 und FHM sowie als Wirbellosenzelle die Linie Bge aus Mollusken in das Testprogramm integriert. In der Grundstufe des geplanten Programms wird mit den fünf Dauerzellinien und siolierten Leberzellen aus der Regenbogenforelle über 24 bis 48 Stunden mit konventionellen Methoden (Färbeverhalten, Enzymfreisetzung, Anheftung, Morphologie) die akut cytoxische Wirkung des Wirkstoffes bzw. Schadstoffgemisches in Screeningtests erfaßt. In der zweiten Prüfstufe werden aufwendigere Untersuchungen wie Enzymmessungen oder cytologische Studien an den Zellen nach kurzzeitiger Belastung mit Stoffen in umweltrelevanten Konzentrationen durchgeführt, wobei vor allem die Aktivität spezifischer Entgiftungsenzyme ermittelt werden soll. In der dritten Untersuchungsstufe werden Daten zu cytologischen und biochemischen Veränbderungen in isolierten Leberzellen nach verlängerte subletaler Belastung erhoben.

Metadaten

TitelErweiterung, Optimierung und Standardisierung eines neuartigen Kurzzeittests mit Zellkulturen aus Fischen und Mollusken als Routineverfahren zur Abschätzung des Gefährdungspotentials von Umweltschadstoffen im Wasser 
Beginn01.04.1992 
Ende31.03.1994 
Förderkennzeichen9209.02PAÖ 

Leiter des Forschungsprojektes:


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