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Vergleichende Untersuchungen zur Auslaugbarkeit von chlororganisch belastetem Erdreich, vor und nach Verfestigung mit Zement und Zugabe von Adsorptionsmitteln

Beschreibung

Im Stadtgebiet von Rheinfelden befinden sich verbreitet flächige Bodenverunreinigungen mit zum Teil sehr hohen Dioxin- und anderen Schadstoffkonzentrationen (Schwermetalle, HCB, PAK, PCB u.a.). Derzeit wird an Entsorgungskonzepten für das regelmäßig bei Baumaßnahmen anfallende und das bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen auszuhebende belastete Erdreich gearbeitet. Für höher belastetes Material (>1.000 ng ITEq/kg) wird die Ablagerung auf einer Monodeponie ode einer Industriedeponie ins Auge gefaßt. Durch eine Verfestigung des Erdaushubs mit geeigneten Materialien sollen die Schadstoffe immobilisiert und dadurch die Emissionen dieser Schadstoffe in die Umwelt verringert oder unterbunden werden. Ziele dieser Behandlungsmaßnahmen sind insbesondere: - Minimierung von Staubentwicklung und Windverfrachtung (> Erleichterung bei Arbeitsschutz, Transport und Ablagerung), - Schaffung einer zusätzlichen Barriere durch Herabsetzung der Eluierbarkeit aller relevanten Schadstoffe (> Erleichterung bei Deponiestandort (Deponieklasse I) oder -standort (hydrologische Eignung). Grundlage für dieses Projekt ist ein Angebot der Universität Stuttgart zur Durchführung von Elutionsversuchen an Verfestigungsprodukten aus Rheinfeldener Erdreich. Es ist vorgesehen, die Probekörper mit Material verschiedener Belastung (3 Stufen) sowie ohne und mit Zugabe von erfahrungsgemäß geeigneten adsorptiv wirkenden Zuschlagstoffen herzustellen. Die Elutionen sollen zum einen mit Wasser, zum anderen mit Sickerwasser der für eine Ablagerung des Erdreichs vorgesehenen Industriedeponie Karsau hergestellt werden. Um das Verhalten gegenüber fließendem Wasser zu simulieren, sind drei aufeinander folgende Elutionen vorgesehen (dynamischer Test). Die gewonnenen Eluate werden auf pH-Wert, Leitfähigkeit, TOC, AOX, mittel- bis schwerflüchtige Organochlorverbindungen, HCB und Chlor-Naphthaline analysiert. Untersuchungen auf PCB und Dioxine sind im Angebot nicht enthalten. Für Analysen an ausgesuchten Proben werden hierfür zusätzlich etwa DM 10.000 angesetzt. Die Untersuchungen zur Eignung von Verfestigungsverfahren und -materialien zur Immobilisierung von Schadstoffen und zum leichteren Handling des kontaminierten Erdreichs sind von landesweiter Relevanz, da diese Behandlungsverfahren zukünftig von erheblicher Bedeutung beim Umgang mit Bodenbelastungen sein werden, die

Metadaten

TitelVergleichende Untersuchungen zur Auslaugbarkeit von chlororganisch belastetem Erdreich, vor und nach Verfestigung mit Zement und Zugabe von Adsorptionsmitteln 
Beginn01.04.1995 
Ende31.10.1995 
FörderkennzeichenF74-95.01 

Leiter des Forschungsprojektes:


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