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Können Umweltchemikalien durch Interferenz mit endokrinen Funktionen (endocrine disruptors) zur Verweiblichung führen? - Ökotoxikologische Untersuchungen zur Wirkung von Wasserproben aus Baden-Württemberg auf Amphibien

Beschreibung

Ziel des Vorhabens ist es mit Hilfe eines Amphibienmodells zu klären, ob in Baden-Württemberg die Gewässerbelastung mit Umweltchemikalien zum Phänomen der Verweiblichung führen und damit eine Ursache für den Rückgang der Amphibienpopulationen bilden kann. Hierzu sollen potentiell östrogene Umweltstoffe sowie Freilandproben auf ihre östrogene Potenz bei Amphibien untersucht werden. Die geplanten Untersuchungen sollen im Verbund mit weiteren Arbeitsgruppen, die weitere Tierklassen bearbeiten, durchgeführt werden und umfassen verschiedene Nachweisebenen: (1) In vitro-Screening-Test für die durch östrogene Substanzen induzierbare Vitellogeninsynthese an Primärzellkulturen von Amphibienhepatocyten. (2) Vergleich der Chemikalien auf dem Level der Rezeptoren: Charakterisierung von Östrogenrezeptoren in der Amphibienleber hinsichtlich ihrer Bindungsspezifität für Chemikalien mit Radiorezeptorassays und damit einhergehende Wirkungen auf die Vitellogeninsynthese in vitro. (3) Bedeutung der Chemikalien in vivo auf der Populationsebene. (4) Expositionsversuche mit adulten Tieren zu Beeinflussung der Vitellogeninsynthese und Histopathologie der Gonaden sowie mit besonderer Präferenz Versuche mit Laich und Kaulquappen zu Wirkungen auf die Geschlechtsdifferenzierung und die Histophathologie der Gonaden während der Larvalentwicklung.

Metadaten

TitelKönnen Umweltchemikalien durch Interferenz mit endokrinen Funktionen (endocrine disruptors) zur Verweiblichung führen? - Ökotoxikologische Untersuchungen zur Wirkung von Wasserproben aus Baden-Württemberg auf Amphibien 
Beginn01.01.1996 
Ende31.03.1997 
Förderkennzeichen9605.02PAÖ 

Leiter des Forschungsprojektes:


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