Fachdokumente Online der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

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Untersuchungen zur genotoxischen Wirkung von oxidativem Streß

Beschreibung

Oxidativer Stress, das heißt, das verstärkte Auftreten von freien Radikalen im Organismus, wird als wesentlicher Faktor bei der Entstehung verschiedener Krankheiten (neurodegenerative Erkrankungen, chronische Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs) diskutiert. Zur Entstehung von Sauerstoffradikalen tragen sowohl physiologische Prozesse als auch Belastungen durch Umweltschadstoffe bei. Wir konnten kürzlich zum ersten Mal zeigen, daß körperliche Belastung DNA-Schäden verursachen kann, die wahrscheinlich auf Sauerstoffradikale zurückzuführen sind. Die Versuche wurden mit der Einzelzellgelelektrophorese-Technik (SCG-Test oder Comet-Assay) durchgeführt, einem empfindlichen Test zum Nachweis von genotoxischen Expositionen. Im Rahmen dieses Projektes sollen jetzt die Ursachen und biologischen Konsequenzen dieses genotoxischen Effekts untersucht werden. Mit Hilfe von schadensspezifischen Enzymen und HPLC-Analysen werden die induzierten Schäden charakterisiert (molekulares Schadensspektrum). Außerdem wird analysiert, ob die induzierten DNA-Schäden zu Gen- und Chromosomenmutationen führen. Schließlich wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss Antioxidantien (Vitamine) auf die beobachteten Effekte haben und ob Zellen nach oxidativem Stress gegenüber der mutagenen Wirkung von Umweltschadstoffen sensibilisiert sind.

Metadaten

TitelUntersuchungen zur genotoxischen Wirkung von oxidativem Streß 
Beginn01.10.1995 
Ende30.09.1997 
FörderkennzeichenPUGU95007 

Leiter des Forschungsprojektes:


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